Salomon-Neumann-Medaille 2026
Die höchste Auszeichnung der DGSMP ging in Göttingen an Prof. Dr. Gerold Stucki. Gewürdigt wurden seine Beiträge zur Rehabilitationswissenschaft und zur Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF).
Im Rahmen des 61. Jahreskongresses in Göttingen hat die DGSMP am 30. September 2026 die Salomon-Neumann-Medaille an Prof. Dr. Gerold Stucki verliehen. Die Medaille wird seit 1986 für besondere Verdienste um die Präventiv- und Sozialmedizin vergeben. Überreicht wurde sie von Präsidentin PD Dr. Annett Salzwedel, die Laudatio hielt Prof. Dr. Thorsten Meyer-Feil (Universität Bielefeld).
Gerold Stucki ist Professor für Gesundheitswissenschaften und Gesundheitspolitik an der Universität Luzern. Er hat die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) für die Praxis anwendbar gemacht, unter anderem durch die Entwicklung der ICF Core Sets. Damit lässt sich erfassen, was Menschen mit derselben Diagnose unterscheidet: ihre Möglichkeiten, am Arbeitsleben und am sozialen Leben teilzunehmen. Sein Vorschlag, Funktionsfähigkeit als dritten Gesundheitsindikator neben Mortalität und Morbidität zu etablieren, hat die internationale Debatte geprägt. Rehabilitation versteht er als eigenständige Gesundheitsstrategie.
Auf der Medaille steht ein Satz von Salomon Neumann aus dem Jahr 1847: „Die Medicin ist eine sociale Wissenschaft.” Eine Übersicht aller Preisträgerinnen und Preisträger sowie Hintergründe zu Salomon Neumann finden Sie hier.
gepostet von DGSMP veröffentlicht am 30. September 2026


