"Die Medicin ist eine sociale Wissenschaft"
Rudolf Virchow (1821-1902)
Salomon Neumann (1819-1908)

Herzlich Willkommen

bei der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)!

Der Ausspruch „Medicin ist eine sociale Wissenschaft“, der Rudolf Virchow (1821-1902) sowie

Salomon Neumann (1819-1908) zugeschrieben wird, hat an Aktualität nichts verloren. Soziale Einflussfaktoren prägen auch heute ganz entscheidend die Gesunderhaltung und die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten. Zu den Wechselwirkungen zwischen Gesundheit und Gesellschaft gehören auch die Auswirkungen von steigenden Versorgungskosten auf die Gesellschaft und auf die sozialen Sicherungssysteme. Sozialmedizin und Prävention beschäftigen sich intensiv mit diesen Themen – in Wissenschaft, Praxis und Lehre. Unsere Fachgesellschaft möchte diesen Fachgebieten die Möglichkeit zum professionellen Austausch und zur Anregung gesundheitspolitischer Diskurse geben. Die folgenden Seiten sollen einen Einblick in die Aufgaben, die Aktivitäten und die thematischen Schwerpunkte geben.

Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand der DGSMP

 

Was ist eigentlich Sozialmedizin?

Sozialmedizin befasst sich mit

  • der Gesundheit der Bevölkerung und ihren gesellschaftlichen Determinanten
  • der Struktur und dem Management des Gesundheitswesens und der anderen sozialen Sicherungssysteme
  • den Wirkungen und Kosten der gesundheitlichen Versorgung

Ziel ist es, die Gesundheit von Individuen, Teilgruppen und der Bevölkerung insgesamt zu verbessern, die Krankheitslast einschließlich ihrer sozialen Folgen zu verringern, die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und gerechte Verteilung von Solidarleistungen zu stärken sowie Kompetenz in der Vertretung gesundheitlicher Interessen in der Gesellschaft zu fördern.

Sozialmedizin ist in den meisten Landesärztekammern als Zusatzbezeichnung für Ärzte mit Facharztbezeichnung möglich. Information zur Weiterbildung erhalten Sie hier.

Was ist eigentlich Prävention?

Prävention zielt darauf ab, eine gesundheitliche Schädigung durch gezielte Aktivitäten zu verhindern, zu verzögern oder zu verringern. Ziel ist es, die Häufigkeit von Krankheit, Behinderung oder vorzeitigem Tod in der Bevölkerung zu senken und einen möglichst langen Erhalt der Selbstständigkeit im Alter zu ermöglichen. Beispiele für Prävention sind Sicherheit am Arbeitsplatz, Verringerung des Tabakkonsums, Impfungen, Sonnenschutz und Kariesprophylaxe. Auch Früherkennungsmaßnahmen zählen zur Prävention. Lebensweltbezogene Präventionsansätze zielen darauf, Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen, sie zur Vertretung ihrer gesundheitlichen Interessen zu befähigen, ihre gesundheitlichen Ressourcen zu stärken und damit die Gesundheit zu stärken. Sie werden als "Gesundheitsförderung" bezeichnet. Präventionsbezogene Maßnahmen werden von verschiedenen Akteuren im Gesundheitswesen geplant, umgesetzt und analysiert. Dazu gehören staatliche Einrichtungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ebenso wie Universitäten, Vereine, Stiftungen und Einzelpersonen wie Ärzt/innen, Apotheker/innen und andere Heilberufe.

 

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